Gesundheit
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Versicherungen für Pferde

Pferd und Reiter gut abgesichert

Die meiste Zeit genießen wir Reiter das Leben mit unseren Pferden und Probleme möchte man idealerweise nicht im Kopf haben. Auf der einen Seite verständlich, auf der anderen Seite muss man sich auch mit den unbeliebten „Was passiert eigentlich, wenn…?“-Fragen auseinandersetzen. Versicherungen sind ein enorm wichtiges Thema, denn gerade im Umgang mit unseren vierbeinigen Gefährten kann, bei aller Vorsicht, doch mal etwas schief gehen. Auch mit bester Umsicht ist man vor Krankheiten oder Unfällen leider nicht immer in Sicherheit.

Neben den gängigen Versicherungen, die für einen längeren Zeitraum abgeschlossen werden, gibt es auch kurzfristige Versicherungen, die beispielsweise für gezielte Transporte abzuschließen sind. Idealerweise setzt man sich mit dem Versicherungsmakler seines Vertrauens zusammen und bespricht, welche Punkte wichtig sind und auf was man verzichten könnte. 

Haftpflichtversicherung

Diese Versicherung ist eigentlich eine Pflichtversicherung – zwar ist sie gesetzlich nicht vorgeschrieben, doch viele Reitstallbetreiber verlangen von ihren Einstellern den Nachweis über einen abgeschlossen Pferdehalter-Haftpflichtversicherung. Und das ist auch gut so, denn diese Versicherung schließt – je nach Anbieter – diverse Schäden ein, die von dem Pferd verursacht werden, unabhängig davon, ob es sich um Personen-, Vermögens- oder Sachschäden handelt. Für Züchter ist spannend, dass bei einigen Haftpflichtversicherungen die Fohlen bei Fuß, teilweise auch bis zum 12. Lebensmonat, über die Versicherung der Mutterstute mitversichert sind. Wenn man regelmäßig Fremd- oder Gastreiter (Achtung: das sind keine Reitbeteiligungen!) auf seinem Pferd reiten lässt, mit ungewöhnlichen oder gebisslosen Zäumungen unterwegs ist oder auf Veranstaltungen jeglicher Art fährt, greift auch die Haftpflichtversicherung.

Unterschieden wird bei den Haftpflichtversicherungen bei der Deckungssumme, denn die variiert von Anbieter zu Anbieter – zudem haben einzelne Anbieter meist verschiedene „Pakete“ zu unterschiedlichen Preisen im Angebot, die sich dann im Umfang unterscheiden. Bezahlen tut man für die Pferdehalter-Haftpflichtversicherung monatlich ab circa 10 Euro.

Bezüglich einer Reitbeteiligung sollte man mit seiner Versicherung immer sprechen – denn sie gilt nicht als Fremd- oder Gastreiter und muss, teilweise sogar namentlich, gesondert aufgenommen werden. Viele Versicherungen bieten mittlerweile allerdings auch eine Mitversicherung einer Reitbeteiligung ohne Namensnennung an.

Die Krankenversicherung

Eine eher selten gewählte Versicherung, da die monatlichen Aufwendungen ziemlich hoch sind, vor allem, wenn man mehrere Pferde besitzt und diese kaum Wehwehchen haben. Bei vielen Pferden muss gerechnet werden, ob es sich nicht mehr lohnt, monatlich einen (größeren) Betrag beiseite zu legen, als für jedes Pferd eine einzelne Krankenversicherung abzuschließen, denn oftmals übersteigen die Beiträge, die in der Regel ab 100 Euro Monatsbeitrag beginnen, die monatlichen Tierarztkosten. Besonders lohnen tut sich diese Form der Versicherung für Risikopatienten.

Eine Krankenversicherung für Tiere kann man sich wie eine Krankenversicherung für Menschen vorstellen, denn die Kosten für Ärzte und Behandlungen werden in der Regel von dieser Versicherung gedeckelt, teilweise mit einem kleinen Anteil, den man selbst übernimmt. Die OP-Versicherung ist häufig inklusive, was als positiver Punkt anzumerken ist, da man diese dann nicht noch zusätzlich abschließen muss.

Die Operations-Versicherung

Wer keine Krankenversicherung abschließen möchte, könnte allerdings mit der OP-Versicherung gut bedient sein, denn die sichert den Pferdebesitzer im Ernstfall ab und die monatlichen Beiträge sind in der Regel mit einem Startsatz von ungefähr zehn Euro im Monat überschaubar. Wer einmal eine Operation aus der Portokasse zahlen musste, der weiß, warum OP-Versicherungen Sinn machen: Eine Operation, inklusive Nachsorge in der Klinik kann schnell mehrere Tausend Euro kosten, bei einer Kolik Operation landet man schnell über 10.000 Euro, wenn man einen schwierigen Fall hat.

Hier geht es zu dem Beitrag über Koliken beim Pferd. 

Die Leibesfrucht- und Trächtigkeitsversicherung

Diese Versicherung greift meistens ab dem 7. Trächtigkeitsmonat und endet vier Wochen nach der Geburt. Sinn macht diese Versicherung, deren monatlicher Beitrag abhängig von der Versicherungssumme ist, wenn man eine besonders kostspielige Besamung oder beispielsweise einen Embryo-Transfer hat vornehmen lassen.

Lebensversicherung 

Für Pferde kann man wie beim Menschen eine Lebensversicherung abschließen, welche nicht nur im Todesfall des Tieres greift, sondern bei besonders umfangreichen Tarifen auch bei Diebstahl oder dem Verlust von Sport- oder Zuchtuntauglichkeit. Der monatliche Beitrag bemisst sich, wie bei der Leibesfruch- und Trächtigkeitsversicherung, nach dem Wert des Pferdes. Diese Versicherung empfiehlt sich nur für monetär gesehen besonders wertvolle Pferde.

Reiter-Unfall-Versicherung

Eine Versicherung, die sich vor allem dann lohnt, wenn man seine Pferde selber versorgt und dies aufgrund eines Unfalls oder Krankheit über einen gewissen Zeitraum nicht mehr tun kann. Man erhält dann ein Tagegeld, welches die Versorgung der Pferde durch eine dritte Person sicherstellen kann. Der monatliche Beitrag ist sehr überschaubar und beginnt bei sechs Euro im Monat.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in: Gesundheit

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